21.02.2010 00:48
Böser Taucher in St. Gallen
Die U21 gerät gegen Wasa völlig von der Bahn und verliert gleich mit 10:4. Somit wird der UHC Uster ohne den Heimvorteil in den Playoffs auskommen müssen.
Das Spiel begann eigentlich gut für die Zürcher. In der 4. Minute konnte Yannick Peng aus spitzem Winkel zum 1:0 einschieben. Diese Führung hielt aber nicht lange, nur eine Minute später glich Wasa zum 1:1 aus. Uster liess sich aber nicht aus dem Konzept bringen und konnte durch eine Kombination der Bolliger-Brüder, welche Silvan gekonnt ins nahe obere Eck abschloss, auf 2:1 erhöhen. Dies war sogleich das Resultat nach 20 Minuten.
Im Mitteldrittel den Start verpasst
Im zweiten Drittel war nicht mal eine Minute gespielt, da führte das Heimteam bereits mit 3:2. Den Ausgleich zum 2:2 nach 4 Sekunden(!) und der Führungstreffer nach 48 Sekunden zeigte die Konzentrationsschwäche der Ustermer gnadenlos auf. Nach gut der Hälfte des Spiels war es wiederum Peng der für seine Farben traf, diesmal zum 3:3. Durch zwei weitere Treffer, einer davon in Unterzahl, konnten die St. Galler mit einer Zweitore-Führung zum Pausentee. Dies passte natürlich Uster-Coach Michael Reimann überhaupt nicht, hatte man doch das Mitteldrittel mit 4:1 verloren. Er gab dies der Mannschaft auch zu spüren. Eine laute Pausenrede war nötig, doch die Wirkung sollte ausbleiben.
Zu Beginn des letzten Drittels konnte Manuel Hummer eine Powerplaymöglichkeit ausnutzen und brachte Uster so auf ein schmeichelhaftes 5:4 heran. Die Zürcher Oberländer hätten mit einer Leistungssteigerung nun das Heimteam in die Knie zwingen können, doch man schlug sich selbst. In den letzten gut 16 Minuten spielten die Ustermer nicht weniger als 11 Minuten in Unterzahl! Wechselfehler, überharte Körpereinsätze und Stockschläge waren der Grund für die vielen Strafen. Wasa, das vor diesem Spiel unter den Strich gefallen ist, brauchte unbedingt Punkte, um nicht in die Playout-Spiele zu geraten. Die vielen Überzahlsituationen kamen den St. Galler entgegen und sie wussten diese eiskalt auszunutzen. Uster zerbrach richtiggehend an sich selbst und musste am Ende mit einer bösen 10:4-Klatsche den Heimweg antreten.
Daniel Zeder meinte nach dem Spiel: „Wir müssen dieses Spiel möglichst schnell vergessen.“ Man habe sich an diesem Abend selbst geschlagen, nicht nur mit vielen unnötigen Strafen, sondern auch durch den mangelnden Teamspirit.
Den Ustermer bleibt noch einige Zeit bis die Playoffs beginnen. Bis dahin müssen sie sich einerseits leistungsmässig klar steigern und anderseits wieder näher zusammenrücken, wie in der ersten Saisonhälfte. Ganz nach dem Motto: One Team, One Spirit!
UHC Wasa - UHC Uster 10:4 (1:2, 4:1 6:0)
4. Peng (Honold) 0:1; 5. Wasa 1:1; 11. S. Bolliger (F. Bolliger) 1:2; 21. Wasa 2:2; 21. Wasa 3:2; 28. Peng (F. Bolliger) 3:3; 32. Wasa 4:3 (in Unterzahl!); 40. Wasa 5:3; 42. Hummer (Zeier, PP) 5:4; 51. Wasa 6:4 (PP); 51. Wasa 7:4; 58. Wasa 8:4 (PP); 59. Wasa 9:4 (PP); 60. Wasa 10:4 (PP)
[Resultate...]